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Studiengang
Restaurator im Handwerk

Seit 1997 führt die Werkakademie für Gestaltung im Handwerk an ihrem Standort Hannover das Fortbildungsseminar zum Restaurator im Handwerk an. Das Seminar wird in Kooperation mit der Akademie des Handwerks Schloss Raesfeld veranstaltet .

In Hannover findet der fachübergreifende Seminarteil, in Münster der Fachspezifische Seminarteil statt. Beide Teilseminare bereiten auf die Prüfung zum Restaurator im Handwerk bei der Handwerkskammer Münster vor. Zulassungsvoraussetzung für die abschließende Prüfung zum Restaurator im Handwerk ist eine Meisterprüfung in den Berufen:

Maurer und Betonbauer
Metallbauer
Maler und Lackierer
Stuckateur
Tischler
Zimmerer

Das Seminar in Hannover bietet für niedersächsische Handwerker, neben der Kostenersparnis durch geringere Fahrt- und Übernachtungskosten, eine besondere Ausrichtung auf die landestypischen Belange der Restaurierung und Denkmalpflege in Niedersachsen. Darüber hinaus eröffnet eine enge Zusammenarbeit mit dem Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege Kontaktmöglichkeiten zu Persönlichkeiten der Denkmalpflege in Niedersachsen, die auch nach Beendigung der Weiterbildung wichtige Ratgeber und Ansprechpartner bleiben können. Viele der Dozenten des Seminars sind im Landesamt für Denkmalpflege tätig.

Das 6-wöchige Seminar an der Werkakademie für Gestaltung in Hannover beginnt im Januar jeden Jahres und endet mit der fachübergreifenden Teilprüfung. Eine besondere Zeitkonzeption erleichtert die berufsbegleitende Teilnahme.

Kosten 1500 Euro inklusive aller Materialien.

Die fachspezifischen Seminare finden nachfolgend in den hervorragenden ausgestatteten Werkstätten der Akademie in Raesfeld statt. Eine unproblematische Überleitung zwischen fachübergreifendem und fachspezifischem Seminar ist gewährleistet.

 

Informationen und Inhalte für den Seminarort Hannover

Die Werkakademie für Gestaltung im Handwerk Niedersachsen führt zur Vorbreitung auf die Fortbildungsprüfung "Restaurator im Handwerk" den fachübergreifenden Seminarteil durch.
Können sich, aufbauend auf die Meisterprüfung, in Ihrem Beruf qualifizieren. Für Gesellen ist die Teilnahme an dieser Fortbildung möglich aber die Zulassung zur Prüfung ist jedoch vom Einzelfall abhängig - bitte fragen Sie uns.Das Vorbereitungsseminar wird für die genannten Gewerke berufsbegleitend in Hannover durchgeführt und berücksichtigen insbesondere die niedersächsischen Bedingungen der Denkmalpflege. Die Lehrinhalte beziehen sich unmittelbar auf die bundeseinheitlich festgelegten Prüfungsfächer für den fachübergreifenden Teil:

Kunst und Kulturgeschichte
Baugeschichte
Materialkunde
Werk- und Baustoffkunde
Bestandsaufnahme und Dokumentation

Die einzelnen Lehrinhalte beziehen sich aufeinander und stehen in einer Wechselbeziehung zueinander. Daher ist eine Teilnahme an allen Veranstaltungen des Seminar unbedingt zu empfehlen. Darüber hinaus sind sie die notwendige Grundlage für die Teilnahme an dem fachspezifischen Seminar in Raesfeld.

 

 

 

 

Der Lehrplan

1. Denkmalpflege und Denkmalschutz
Grundsätze der Denkmalpflege, allgemeine Ziele und Aufgaben, Geschichte der Denkmalpflege, der Denkmalbegriff und die Objekte der Denkmalpflege, Denkmalpflegemethodik, Aufgabenschwerpunkte, Organisation und Aufgabenverteilung, das Denkmalschutzrecht, Bauvertragsrecht und Fragen des Privatrechts.

2. Kunst- und Kulturgeschichte
Geschichte des Handwerks, karolingische-, ottonische- und romanische Architektur, Gotik, Renaissance, Barock, Rokoko, Klassizismus, Historismus und Eisenarchitektur, Architektur des 20. Jahrhunderts, Entwicklung des städtischen und ländlichen Wohnbaus.

3. Materialkunde
Chemische und mineralogische Grundlagen, die geologische Bildung der Gesteine, Spezifische Eigenschaften der Natursteine, Prüf- und Gütekriterien für Naturbausteine, Lehm und Ziegel, Bindemittel und Zuschlagstoffe, Eisen und Nichteisenmetalle, Baustoff Holz, Farben, Kreislauf der Baustoffe.

4. Bauphysik und Bauchemie
Wärme- und feuchtetechnische Grundlagen, Wärme- und Feuchteschutz, Akustische Grundlagen und Schallschutz, Brandschutz, Salz- und Feuchtemechanismen.

5. Zeichnen
Einführung in Konstruktionsverfahren, Konstruktives Zeichnen in Übungen.

6. Bestandsaufnahme und Dokumentation
Die Bestandsaufnahme und Dokumentation im Bauablauf, Zweck der Bestandsaufnahme und der Dokumentation, Arten der Dokumentation, Formen der Dokumentation, Erstellen einer Gesamtdokumentation, arbeiten mit einer vorliegenden Dokumentation.

Termine und Kosten
Das fachübergreifende Seminar in Hannover beginnt im Januar jeden Jahres und endet im Februar mit der Prüfung zu diesem Seminarteil. Die Zeitplanung sieht Ein- und Zweiwochenblöcke vor. Die Zeitblöcke sind durch entsprechende Freiphasen unterbrochen, sodass die berufliche Tätigkeit gegebenenfalls fortgeführt werden kann. Das Seminar in Hannover kostet inklusive aller Materialien und Unterlagen 1500 Euro.

Fördermöglichkeiten hängen von der persönlichen Lebenssituation des Bewerbers ab. Es ist zu empfehlen, diese individuell bei den Handwerkskammern oder dem Arbeitsamt zu erfragen. Das Meister-Bafög kann zur Finanzierung der Seminar genutzt werden. In jedem Fall sind die Kosten dieser beruflichen Fortbildung steuermindernd.

Prüfung
Die Prüfung zum Restaurator im Handwerk wird von der Handwerkskammer Münster gegen eine Gebühr abgenommen. Zugangsvoraussetzung für die Prüfung ist eine Meisterprüfung in einem der obengenannten Gewerke. Weiterhin von Demjenigen, der durch die Vorlage von Zeugnissen glaubhaft machen kann, daß er Kenntnisse erworben hat die zur Zulassung zur Prüfung rechtfertigen. Die schriftliche Prüfung für den fachübergreifender Teil wird unmittelbar nach Ende des Vorbereitungseminars in Hannover durchgeführt.


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